Die AOK Nordost steht für faire und transparente Tariflöhne in der Häuslichen Krankenpflege.

Das Thema Pflege wird in Deutschland ernst genommen und die Herausforderungen im Pflegesystem werden angenommen. Tariflich geregelte Löhne für Pflegedienstmitarbeiter sind eine wichtige Basis. Denn nur wer angemessen bezahlt wird, kann qualitativ hochwertige Arbeit leisten. Gemäß des Schiedsspruchs zur Häuslichen Krankenpflege vom 25. April 2014 zahlen wir den Pflegediensten in Berlin rückwirkend für vier Jahre zusätzliche Vergütungen. Die Erhöhung für das Kalenderjahr 2014 beträgt hierbei 12,33 %. Die Zahlungen an alle gemeinnützigen Pflegedienste sind erfolgt und in 2015 gab es eine zusätzliche Erhöhung.
Im bundesweiten Vergleich wurde in Berlin sowie in wenigen anderen Bundesländern schon Jahre vor dem Schiedsspruch die höchste Vergütung für Leistungen der Häuslichen Krankenpflege gezahlt. Mehr

Kommt unser Geld an?

Da wir für tarifliche Löhne und faire Gehälter für Pflegekräfte sind, haben wir die Nachzahlungen umgehens veranlasst. Aber kommt das Geld auch bei den Pflegekräften an? Eine Offenlegung über die angemessene Weitergabe der Gelder ist unbedingt notwendig. Die wichtige Arbeit der Pflegerinnen und Pfleger muss entsprechend gewürdigt und leistungsgerecht entlohnt werden. Wir sind uns unserer Verpflichtung bewusst, vor allem gegenüber

  • pflegebedürftigen Patienten/-innen,
  • Mitarbeitern/-innen der Pflegedienste,
  • der Versichertengemeinschaft und
  • unseren Beitragszahlern/-innen.

Wir setzen uns dafür ein, dass die gezahlten Gelder auch im Geldbeutel der engagierten Pflegekräfte ankommen, auch wenn wir keine Tarifpartner sind. Mehr

Hand in Hand für ein gesundes Pflegesystem.

Gemeinsam mit der Politik und den Pflegeverbänden wollen wir auch weiterhin an Lösungen für ein zukunftsfähiges Pflegesystem arbeiten. Die Bundesregierung hat mit der Pflegereform bereits erste Schritte in die richtige Richtung unternommen und den Beitragssatz als eine Maßnahme für die Pflegeversicherung angehoben. Wir setzen uns dabei weiterhin für mehr Transparenz bei der Verteilung der Gelder für die Pflegedienste und für Strukturanpassungen, die den aktuellen Bedingungen gerecht werden, ein. Mehr

Für Strukturanpassungen.

Aktuelle Entwicklungen am Pflegemarkt machen Strukturanpassungen notwendig – das hat auch der Schiedsspruch eindeutig bestätigt, ohne jedoch näher darauf einzugehen, wie diese konkret auszugestalten sind. So findet die Versorgung immer häufiger in den sich zunehmend entwickelnden neuen seniorengerechten Wohnformen, wie bspw. Betreutes Wohnen oder Ähnliches statt. Das heißt, es werden mehrere Menschen an einem Ort versorgt, so dass nur ein Anfahrtsweg notwendig ist. Statt mehrfach für Anfahrten zu zahlen, die eigentlich nicht stattgefunden haben, möchte die AOK Nordost diese Mittel lieber in die pflegerischen Leistungen am Menschen investieren. Mehr

Wir unterstützen Pflegeprojekte.

Als AOK Nordost sind wir eine solidarische Krankenversicherung und übernehmen Verantwortung für die Menschen in unserer Gesellschaft. Die Beiträge unserer Mitglieder müssen für die Verbesserung der Pflegesituation richtig eingesetzt werden, um den Menschen und die Menschlichkeit in den Mittelpunkt zu stellen. Daher unterstützen wir auch seit langem Projekte wie

  • „Arzt im Pflegeheim“,
  • Pflegestützpunkte,
  • „Pflege in Not“ – das Berliner Krisentelefon und
  • „Pflege in Familien fördern“.

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Wir bleiben für Sie am Ball.

Ein erster Schritt in Richtung fairer Pflege ist gemacht. Jedoch wurden unsere Forderungen nach Transparenz und einer Strukturanpassung an die aktuellen Gegebenheiten bei dem geltenden Schiedsspruch nicht berücksichtigt. Die stetig wachsende Anzahl von Pflegediensten und veränderte Rahmenbedingungen in Berlin verlangen eine übergreifende, sinnvolle Regelung. Wir sind uns unserer Aufgabe mehr als bewusst und wollen gemeinsam mit der Politik und den Pflegediensten für optimale Pflegeleistungen sorgen.

Wir möchten für Pflegedienstmitarbeiter erreichen, dass sie fair behandelt und fair bezahlt werden. Nur so erreichen wir faire Pflegebedingungen für alle Beteiligten. Mehr

Stand der Dinge.

Die AOK Nordost konnte sich mit der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege auf eine neue Vergütungsvereinbarung einigen. Zusätzlich wurde sich darauf verständigt, die Vergütungsregelungen hinsichtlich der Struktur und Systematik neu zu verhandeln. Ferner wird sich aktuell auf ein Verfahren verständigt, das eine Prüfung einer tarifgerechten Entlohnung der in der Häuslichen Krankenpflege eingesetzten examinierten Pflegefachkräfte vorsieht.

Im Gegenzug hat die AOK Nordost zugesagt, die Klage gegen den Schiedsspruch vom 25. April 2014 zur Festsetzung der Vergütung der Häuslichen Krankenpflege zurückzunehmen. Mehr

Steigerungen der Vergütung sollten auch an die Pflegekräfte weitergegeben werden.

Die AOK Nordost hat bereits gegenüber den Pflegeanbieterverbänden eine Vergütungssteigerung in Höhe der allgemeinen Lohn- und Gehaltsentwicklung zugesichert. Zu diesem Wort steht sie auch weiterhin. Für diesen Teil der Zahlungen können und sollten diese das Geld direkt an ihre Mitarbeiter weitergeben. Mehr

Immer mehr Pflegedienste in Berlin.

Bekanntermaßen ist der Pflegemarkt hart umkämpft. Allein in Berlin gab es in den letzten vier Jahren einen Zuwachs an Pflegediensten um rund 36 Prozent. Waren es im Jahr 2010 noch 450 ambulante Pflegedienste, konkurrieren heute bereits 612 Anbieter um Patienten. Davon erbringen aktuell 395 Vertragspartner Leistungen der Häuslichen Krankenpflege für die Versicherten. 2010 waren es nur 309 Anbieter. Bei fehlender Rentabilität dieser Versorgungsform wäre es zu einem derartigen Anstieg sicher nicht gekommen. Zum Vergleich: Zwischen 2010 und Mitte 2014 stieg die Zahl der Versicherten, die solche Leistungen benötigen, lediglich um rund acht Prozent. Mehr
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